Region: LKA warnt vor Corona-Betrügern

27. März 2020 , 12:44 Uhr

Das Telefon klingelt und es meldet sich ein vermeintlicher Mitarbeiter des Gesundheitsamtes. Er teilt Ihnen mit, dass man Sie dringend einem Corona-Virustest unterziehen und Ihre Wohnung desinfizieren müsse. Kurze Zeit später stehen zwei Männer in Schutzanzügen vor Ihrer Türe und wollen nun in Ihre Wohnung, um die angekündigten Maßnahmen durchzuführen. Mit dieser perfiden Methode machen sich derzeit Betrüger die Corona-Krise zu Nutze und versuchen sich so Zugang zu Ihrer Wohnung zu verschaffen, um an Ihre Wertgegenstände wie Schmuck und Bargeld zu gelangen. Dieses Beispiel beschreibt jedoch nur eine Variante von verschiedenen Betrugsmaschen.

Auch der klassische Enkeltrick wird in abgeänderter Form genutzt. Falsche Enkel rufen an und geben sich als Angehörige aus, die sich mit dem Corona-Virus infiziert hätten und nun dringend Geld für die Behandlung benötigten. Da sie in Quarantäne wären und selber nicht kommen könnten, würde ein guter Bekannter das Geld abholen. Natürlich sind die Betrüger auch im Internet unterwegs. Fake-Shops, also gefälschte Online-Plattformen, bieten gegen Vorkasse Atemschutzmasken oder andere Gesundheitsprodukte an. Sie bezahlen, erhalten aber niemals eine Gegenleistung für Ihr Geld. Auch E-Mails sind im Umlauf, die scheinbar vom Gesundheitsamt stammen oder einen anderen Bezug zu Corona aufweisen. Hierbei handelt es sich jedoch um sogenannte Phishing-Mails, die Ihre Daten (Personalausweis, Bankdaten, usw.) abgreifen wollen, oder um E-Mails mit einer Schadsoftware im Anhang, die beim Öffnen Ihren Rechner lahmlegt oder Daten ausspäht.

Wir, Ihre Polizei, können hier nicht alle Maschen der Betrüger aufzeigen. Aber wir bitten Sie um Vorsicht. Ein gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit. Ganz egal, welche Geschichte Ihnen erzählt wird, bitte nehmen Sie sich folgende Tipps zu Herzen:

An der Haustüre:

Am Telefon:

Im Internet:

Grundsätzlich gilt:
Verständigen Sie bei verdächtigen Feststellungen oder Kontaktaufnahmen umgehend die Polizei über den Notruf 110.
Weitere wertvolle Informationen und Präventionstipps finden Sie im Internet auf folgenden Seiten:

Quelle: Pressemitteilung des bayerischen Landeskriminalamtes

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