Neuburg: Europäischer Gerichtshof verwirft Beschwerde der Familie Rupp

11. Dezember 2015 , 05:17 Uhr

Einer der skurrilsten Prozesse Deutschlands ist jetzt wohl endgültig abgeschlossen – der Fall Rupp aus Neuburg. Der ging zuletzt noch mal bis vor den Europäischen Gerichtshof.

Rückblick:
Im Jahr 2001 ist der Landwirt Rupp aus Heinrichsheim verschwunden. Vier Jahre später wurden die Familienmitglieder wegen Mordes verurteilt, obwohl es keine Leiche gab. Ein Fehlurteil, wie sich herausstellte: 2009 wurde der vermisste Landwirt tot in seinem Auto in der Donau gefunden. Wie er dort hinkam und wie er starb, ist bis heute ungeklärt.

Die Familienmitglieder wurden anschließend freigesprochen. Sie wollten Haftentschädigung – die allerdings verwehrt wurde. Auch vor dem europäischen Gerichtshof gab’s jetzt eine Absage: Er sei nicht für die Korrektur falscher Feststellungen nationaler Gerichte zuständig. Damit ist jetzt aber wohl endgültig der Schlusspunkt unter den skurrilen Fall gesetzt.

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