Ingolstädter Rentnermord gibt Rätsel auf

05. November 2013 , 08:00 Uhr

Weiter Rätselraten beim Ingolstädter Rentnermord. Wer hat im Sommer vergangenen Jahres den 67-jährigen Rentner Helmut P. in dessen Wohnung umgebracht? Gestern stand ein 64Jähriger vor Gericht – es war der zweite Prozesstag. Der Angeklagte ist ein ehemaliger Arbeitskollege des Opfers. Er soll zum Tatzeitpunkt bei P. gewohnt haben.

Gestern sagte ein Nachbar des Opfers aus: Er sah am Tag der Tat einen Mann aus der Wohnung des Opfers kommen. Der Mann hatte einen roten Fleck auf der Wange, ähnlich einem Feuermal. Ausserdem sei der Unbekannte ca. 45 Jahre alt gewesen und hätte keinen Bart gehabt. Diese Beschreibung passt jedoch nicht zum Angeklagten.

Ermittler, die den 64-Jährigen festnahmen sagten dagegen aus, dass ihnen der Angeklagte beim Flug von Spanien nach Deutschland von einem heftigen Streit mit dem Opfer erzählte. Durch einen Schlag von Helmut P. sei die Zahnprothese des Beschuldigten kaputt gegangen. Weil sich P. weigerte, die Reparatur zu zahlen, sei vermutlich der tödlich Streit entbrannt.

Die Ermittler kamen im vergangenen Jahr durch eine DNA-Analyse auf die Spur des Angeklagten. Er konnte bei einer Routine-Kontrolle in Barcelona gefunden und festgenommen werden. Der Prozess wird übermorgen fortgesetzt.

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