Ingolstadt: Tag 6 im Franziska-Mordprozess

11. März 2015 , 12:21 Uhr

Musste die kleine Franziska sterben, weil sich der Angeklagte was beweisen wollte? Heute hat ein Justizvollzugsbeamter erschütternde Aussagen vor dem Landgericht Ingolstadt gemacht.

Der Beamte der JVA Kaisheim sagte aus, Stefan B. habe während des Gangs in die Zelle ständig gegrinst. Außerdem habe er gesagt: Er habe es drauf angelegt, endlich mal eine richtige Anklage zu bekommen, denn sein Leben hätte nichts lebenswertes mehr. Auf die Nachfrage, ob er nicht glaube, dass die 12-jährige Franziska noch was lebenswertes gehabt hätte, habe der beschuldigte Mörder nichts gesagt, aber der Beamte hatte den Eindruck, dass er dadurch erst zum Nachdenken anfing.

Angeblich brüstete er sich auch mit dem Satz: „So jemanden wie mich, mit so einer Anklage, werdet ihr hier nicht viele haben.“ Das würde sich mit der Aussage eines Polizisten decken, der den Eindruck hatte, der Festgenommene sei irgendwie stolz gewesen. Als Zuhörer stellt man sich nach diesem Vormittag die Frage: Waren die Vergewaltigung und der brutale Mord an der kleinen Franziska eine Art Mutprobe, ein Verbrechen, auf das der heute 27-jährige stolz sein wollte? Am Nachmittag geht die Verhandlung weiter.

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