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Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ mit neuer Nummer

22. August 2023 , 16:46 Uhr

Das Hilfetelefon für Mädchen und Frauen ist ab sofort unter einer neuen kürzeren Nummer – 116 016 – aus dem Telefon- und Mobilnetz erreichbar.

Das Beratungsangebot des Hilfetelefons ist anonym, kostenfrei, barrierefrei und steht in 18 Fremdsprachen zur Verfügung. Die bisherige Rufnummer 08000 116 016 bleibt für mindestens ein Jahr parallel bestehen.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ingolstadt, Barbara Deimel, freut sich sehr über die Vereinfachung: „Ich bin davon überzeugt, dass die Bekanntheit des Hilfetelefons in den letzten Jahren deutlich gewachsen ist. Insofern macht es die kürzere Nummer nochmal einfacher, Hilfe bei Gewalt zu suchen.“
Ebenso niederschwellig ist der online-Zugang. Unter www.hilfetelefon.de finden sich alle Informationen zum Thema „Gewalt gegen Frauen“. Es besteht die Möglichkeit über einen sogenannten „Sofort-Chat“ Fragen zu stellen, über eine online-Beratung Hilfe zu suchen, sich in Gebärdensprache beraten zu lassen oder Informationen in einfacher Sprache zu lesen. Alle online-Funktionen verfügen über einen „Notausstieg“, der sofort die Seite schließt und keinen Suchverlauf speichert.

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist ein bundesweites Beratungsangebot für Frauen die Gewalt erlebt haben oder noch erleben. Unter der Nummer 116 016 und über online-Beratung können Betroffene aller Nationalitäten, mit und ohne Behinderung 365 Tage, rund um die Uhr, unterstützt werden. Auch Angehörige, Freundinnen und Freunde sowie Fachkräfte werden anonym und kostenfrei beraten.
Bald sollen europaweit die Hilfetelefone aus jedem Land unter 116 016 einheitlich erreichbar sein. 22 EU-Staaten, die Schweiz und die Europäische Kommission unterstützen das Vorhaben einer europaweit einheitlichen Nummer, unter der das jeweilige nationale Hilfetelefon erreichbar sein wird. Dafür hat sich 2020 eine Mehrheit der europäischen Gleichstellungsministerinnen und -minister ausgesprochen. Eine einheitliche Nummer halten sie für wichtig, da Gewalt gegen Frauen in allen europäischen Ländern ein großes Thema ist.

Barbara Deimel ist besonders wichtig, das Hilfetelefon weiter bekannt zu machen. Denn jede dritte Frau in Deutschland hat körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlebt. Betroffen sind sämtliche Altersgruppen und sozialen Milieus. Gewalt gegen Frauen ist keine Privatsache, sondern gehe alle an, findet Deimel. Sie erklärt: „Gewaltbetroffene Frauen brauchen viel Mut und Kraft, um sich Hilfe und Unterstützung zu holen. Deshalb ist es so wichtig, den Zugang zu Hilfsmöglichkeiten einfach zu gestalten.“
Die Gleichstellungsbeauftragte setzt auch darauf, dass die Gesellschaft, die Nachbarschaft und das Umfeld hier aufmerksam bleiben und Gewalt von außen erkennen. Gewalt fängt nicht erst bei Schlägen an. Es gehören auch Demütigungen, Drohungen oder Einschüchterungen dazu. „Wenn es bei den Nachbarn immer wieder mal laut wird, Lärm und Geschrei an der Tagesordnung sind, sollten wir alle auch an häusliche Gewalt denken“, erklärt Deimel. Denn häusliche Gewalt entwickelt sich in einem schleichenden Prozess und es ist für Betroffene sehr schwer sich aus der Gewaltsituation zu befreien. Hinsehen, Hinhören im persönlichen Umfeld und Unterstützung anbieten, kann hier der Anfang eines Gewaltausstiegs sein.

Hilfe und Unterstützung bei Gewalt gegen Frauen bieten:
110 – Polizeinotruf
116 016 – Hilfetelefon 24 Stunden bei Gewalt gegen Frauen, 18 Sprachen und auch unter www.hilfetelefon.de
0841 17353 – Beratung bei sexualisierter Gewalt und unter www.wirbelwind.de
0841 309 700 – Frauenhaus, auch ambulante telefonische Beratung

bayernweite Initiative: www.bayern-gegen-gewalt.de

Auch Männer erleben Gewalt:
0800 1239900 – Hilfetelefon bei Gewalt gegen Männer

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