Manching

Goldraub im Keltenmuseum größer als gedacht-Telekomanschlüsse fast wieder hergestellt

23. November 2022 , 11:40 Uhr

Die Diebe des Goldschatzes von Manching haben noch mehr Beute gemacht als zunächst angenommen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wurde bei dem Einbruch in der Nacht zu Dienstag eine zweite Vitrine aufgebrochen. Dabei wurden drei weitere, deutlich größere Münzen gestohlen. Die Diebe hatten nach bisherigen Erkenntnissen einen Notausgang aufgehebelt und dann die Vitrinen mit viel Gewalt aufgebrochen. Gestohlen wurden keltische Goldmünzen aus dem ersten Jahrhundert vor Christus. In der ersten Vitrine befanden sich demnach 483 Goldmünzen. Der Wert der mehr als 2000 Jahre alten Stücke wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt. Da es schwer sein dürfte, die Münzen zu verkaufen, wird vermutet, dass die Täter den Schatz einschmelzen könnten. Der reine Goldwert dürfte allerdings deutlich geringer sein. Nach den Tätern wird im kompletten Schengen-Raum gefahndet. Das LKA ermittelt auch, ob der Sabotage-Akt auf ein Betriebshäuschen der Telekom und dem folgenden Ausfall von Telefon, Internet und Festnetz für 13.000 Telekomkunden mit dem Museumsraub zu tun hat.
Unterdessen meldet die Deutsche Telekom, dass die Entstörung bei Manching vorangeht und die meisten Kunden wieder an Telefon- und Internet angeschlossen sind. Bis alles wieder reibungslos läuft, wird es wahrscheinlich noch bis morgen Vormittag dauern.

Das könnte Dich auch interessieren

09.08.2025 Paketwurf löst Polizeieinsatz bei Airbus aus Ein ungewöhnlicher Vorfall hat gestern für einen größeren Polizeieinsatz bei Airbus in Manching gesorgt. Ein Paket war von einem Zusteller über den Sicherheitszaun auf das Firmengelände geworfen worden. Weil der Gegenstand zunächst nicht zugeordnet werden konnte, wurden Sprengstoffexperten angefordert.  Die Staatsstraße musste für rund eineinhalb Stunden gesperrt werden, zahlreiche Einsatzkräfte waren vor Ort. Die Entwarnung 13.05.2025 Weiter großes Schweigen im Goldschatzprozess Im Prozess um den Goldraub aus dem Kelten-Römer-Museum in Manching sind auch heute keine Deals zustande gekommen. Die vier Angeklagten wollen weiter zu den Vorwürfen schweigen hieß es heute im Prozess vor dem Landgericht. Die Verteidiger von drei Beschuldigten erklärten, dass ihre Mandanten den Vorschlag des Gerichts ablehnen. Die Anwälte des vierten Angeklagten hatten eine 08.05.2025 Wichtiger Tag im Goldschatzprozess Heute könnte es im Prozess um den Keltengoldraub von Manching eine Wendung geben. Vor dem Landgericht Ingolstadt läuft die Frist für einen Deal ab. Die Strafkammer stellte den vier Angeklagten im Fall von Geständnissen Gefängnisstrafen zwischen dreieinhalb und neun Jahren in Aussicht. Bisher hüllen sich die Männer in Schweigen, außerdem ist weiter unklar, wo sich 11.03.2026 Mutmaßlicher Drogenhändler vor Gericht Vor dem Neuburger Amtsgericht sitzt heute Nachmittag ein mutmaßlicher Drogenhändler auf der Anklagebank. Der Mann soll bis Ende Juli vergangenen Jahres unter anderem in Manching mit Betäubungsmitteln gedealt haben. In seinem Angebot sollen Cannabis und Amphetamin gewesen sein. Die Verhandlung am Neuburger Gericht startet heute um kurz nach 13 Uhr.