Ingolstadt/München

Ex-Audi-Chef Stadler muss Farbe bekennen

25. April 2023 , 05:36 Uhr

Geschönte Abgaswerte bei Dieselautos, dafür steht Ex-Audi-Chef Rupert Stadler seit zweieinhalb Jahren in München vor Gericht. Heute könnte es im Prozess eine entscheidende Weichenstellung geben. Stadler und dem früheren Chef der Audi-Motorenentwicklung wurden Bewährungsstrafen in Aussicht gestellt. Dafür erwartet das Gericht allerdings ein volles Geständnis, berichtet die Deutsche Presseagentur. Heute müssen die beiden Angeklagten sagen, ob sie das Angebot annehmen. Stadler und Hatz hatten bislang ihre Unschuld beteuert, der langjährige Vorstandsvorsitzende behauptete von seinen Technikern hinters Licht geführt worden zu sein. Das Gericht kam allerdings in dem schon zweieinhalb Jahre dauernden Prozess zu der Einschätzung, dass Stadler spätestens im Juli 2016 erkannt haben dürfte, dass die Abgaswerte von Dieselautos manipuliert gewesen sein könnten. Er hätte die Tricksereien abstellen und die Handelspartner informieren müssen. Stattdessen habe er den Verkauf der Autos weiter geduldet, heisst es. Nach bisheriger Planung soll das Urteil im Juni verkündet werden. Stadler und die anderen Mitangeklagten stehen seit September 2020 vor Gericht.

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