Eichstätt: Bistum sieht sich als Opfer

06. Februar 2018 , 16:35 Uhr

Rund 30 ungesicherte Darlehen für Immobilien-Geschäfte in den USA haben den größten Finanzskandal in der Geschichte des Bistums Eichstätt ausgelöst. Es geht um eine Summe von rund 60 Millionen US Dollar.Die Laufzeiten liegen bei 2 bis 5 Jahren. Die ersten Kredite in Höhe von rund 21 Millionen US Dollar wären jetzt fällig gewesen, doch es kam keine Rückzahlung. Auf der heutigen Pressekonferenz hat Rechtsanwalt Dr.Ulrich Wastl aus München die Diözese als Opfer und nicht als Täter bezeichnet. Es sei mit hoher kriminellen Energie vorgegangen worden und das Gesamtkonstrukt sei so angelegt, dass die Kirche kaum die Chance hatte das betrügerische Vorgehen zu erkennen, so Wastl. Ein ehemaliger Mitarbeiter des Bistums und ein Projektentwickler sitzen deswegen seit Ende Januar in Untersuchungshaft. Bischof Hanke persönlich hatte die Strafanzeige gegen den ehemaligen Mitarbeiter aufgegeben. Die Münchner Kanzlei versucht jetzt die Vermögenswerte des Bistums in den USA zu sichern, um die Verluste in Grenzen zu halten.

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