Ingolstadt/Karlsruhe

Bundesgerichtshof ändert Schuldsprüche aus Ingolstädter Mammutprozess

24. Juli 2024 , 16:45 Uhr

Zwei Jahre, 64 Verhandlungstage – es war der bislang längste Prozess in der Geschichte des Landgerichts Ingolstadt. Zwei Angeklagte, eine Heilpraktikerin und ein Anbieter eines angeblichen Krebswundermittels wurden im Juni vor einem Jahr zu Haftstrafen verurteilt. Die Frau bekam 3 Jahre, der Mann 6 Jahre und 9 Monate. Der Bundesgerichtshof hat heute noch einzelne Rechtsfehler gesehen und die Schuldsprüche geringfügig geändert.
Zwei Fälle fallen weg, weil sie verjährt sind und beim Angeklagten kam es zu Rechtsfehlern bei seiner Auslieferung aus Zypern. Deshalb muss ein Gericht seine Gesamtstrafe neu festlegen. Die Haftstrafe der verurteilten Frau bleibt bestehen. Opfer des Schwindels um ein nicht zugelassenes Medikament waren Krebspatienten, die teilweise schon vor der Verurteilung der Beschuldigten gestorben waren.

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