60 Jahre Radarfalle: Die kuriosesten Blitzerfotos

20. Januar 2017 , 07:35 Uhr

Am 21.01.1957 hat die Polizei bei Düsseldorf die erste Radarfalle getestet- fast 60 Jahre sind seitdem vergangen. Zeit für uns, zurück zu blicken… Das erste Blitzgerät überhaupt steht übrigens direkt in unserer Heimat: es wird nämlich im Ingolstädter Turm Triva ausgestellt, genauer gesagt im Bayerischen Polizeimuseum.

Und hier sind die kuriosesten Blitzer-Fotos der vergangenen Jahre:

Ein Pizzalieferant raste gut getarnt in eine Radar-Kontrolle und hielt dabei beide Mittelfinger in die Kamera. Fail: Dank dem Schriftzug seines Arbeitgebers auf der Heckscheibe konnte er trotzdem ausfindig gemacht werden.

Ein Fall fürs RTL-Supertalent? Das Siegergeld könnte dieser Mofafahrer auf jeden Fall gebrauchen. Im April 2005 wurde er in Hamburg während seines Stunts geblitzt – 175 Euro Strafe, 3 Punkte in Flensburg, 2 Monate Führerscheinentzug.

Im Dezember 2006 wurde der Nikolaus mit einer Pferdekutsche geblitzt. Allerdings war nicht er der Temposünder, sondern ein Fahrzeug auf der Überholspur.

Das Pony war im Juni 2011 von einer Koppel ausgebrochen und im Feierabendverkehr in Meppen galoppiert. Das Tier selbst hatte die Radarfalle allerdings nicht ausgelöst – sondern das Auto hinter ihm.

Blanke Tatsachen: So präsentierten sich diese beiden Männer im April 1995 in Hamburg. Das Auto mit dem vermummten Fahrer war mit 109 Stundenkilometern unterwegs – erlaubt waren an dieser Stelle grade mal 50.

Nikolaus und Krampus in schneller Mission: Im Dezember 1998 blitzte die Münchner Polizei die beiden. Aber: Da viele Kinder schon sehnsüchtig auf die beiden gewartet haben und sie auch nur 10 km/h zu schnell waren, kamen sie mit einer Verwarnung davon.

Ente im Eilflug! Im Mai 2002 hat eine Radarkontrolle in Glückstadt das Tier geblitzt. Wie viele Stundenkilometer die „Speed-Ente“ tatsächlich drauf hatte, ließ sich nicht ermitteln – dafür war sie einfach zu schnell.

Vielleicht sollten sich diese beiden Rennfahrer bei der „Tour de France“ anmelden: Sie wurden auf der Landstraße mit 71 Stundenkilometern geblitzt.

Das möglicherweise romantischste Blitzerfoto, das je aufgenommen wurde. Üblicherweise werde das doppelte Bußgeld fällig, wenn jemand bewusst zu schnell in eine Messanlage fährt. Bei dieser Premiere hat man ein Auge zugedrückt.

Und zu guter Letzt: haben wir bei der Recherche den ersten Strafzettel überhaupt gefunden. Und der wurde soagr noch vor Erfindung der Radarkontrolle ausgestellt- mit geschätzter Geschwindigkeit.

 

Die zulässige Höchstgeschwindigkeit betrug im Großherzogtum Baden seinerzeit 12 km/h außerorts und 6 km/h innerorts. Fabrikant Alexander Gütermann war wahrscheinlich mit unfassbaren 25 Sachen unterwegs- 3 Mark Strafe!

 

Fotos: via Polizei, dpa, OPrdnungsamt Lahr

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