Der Brachvogel zählt zu den Sorgenkindern des Naturschutzes – der große Vogel mit dem langen gebogenen Schnabel gehört zu den extrem gefährdeten Arten. Es gibt nur noch 500 Brutpaare in Bayern und er kommt vor allem in den Flussauen von Donau, Isar und Altmühl vor. Damit er in Bayern auch weiter eine Zukunft hat, zeichnet der Landesbund für Vogelschutz Landwirtinnen und Landwirte aus, die auf die Vögel besonders Rücksicht nehmen. Wer sich dafür bewerben möchte, müsste nur ein Online-Formular mit Fragen zu den durchgeführten Maßnahmen ausfüllen.
Wer sich für eine Auszeichnung bewerben will, muss lediglich einige Fragen zu durchgeführten Maßnahmen in einem Onlineformular beantworten. Dabei geht es zum Beispiel darum, ob Brachvogel-Gelege bereits geschützt, Frühmahdstreifen oder feuchte Stellen angelegt werden, die die Küken gerne nutzen. „Wir bewerten es darüber hinaus positiv, wenn landwirtschaftliche Betriebe mit dem Naturschutz zusammenarbeiten – sei es mit Behörden, Verbänden oder ehrenamtlichen Wiesenbrüterberatern und -beraterinnen. Auch wer seine Maßnahmen aktiv in der Öffentlichkeit kommuniziert, zeigt vorbildliches Engagement“, erklärt LBV-Landwirtschaftsreferent Matthias Luy.
Alle teilnehmenden Betriebe erhalten als Dankeschön eine Plakette mit einem Brachvogel-Motiv und der Anerkennung des LBV. Sie kann am Hofeingang oder an Betriebsgebäuden angebracht werden und zeigt Kunden, Nachbarn, Kolleginnen und Kollegen das Engagement für den Artenschutz. Besonders engagierte Betriebe werden zudem im Oktober bei einem Festakt geehrt. Unterstützt wird die Initiative von der Stiftung Bayerisches Naturerbe.
Landwirtschaftliche Betriebe können sich online bewerben unter lbv.de/auszeichnung-feldvoegel. Bei Rückfragen können sich interessierte Betriebe an den LBV-Landwirtschaftsreferenten Matthias Luy per E-Mail an matthias.luy@lbv.de wenden. Die Bewerbungsfrist endet am 30. Juni.