Was ändert sich 2020 in Deutschland?

Für Autofahrer

Die Rettungsgasse: Für das Nichtbilden der Rettungsgasse wird die Strafe erhöht. Ab Januar 2020 kostet es dann 320 Euro. 

Ebenfalls teurer wird das Parken in zweiter Reihe, sowie das Parken auf Geh- und Radwegen oder das Halten auf dem Schutzstreifen. Das kostet ab dem 01.01. dann 100 Euro.

Für Familien mit Kindern

Bis jetzt konnten Eltern frei darüber entscheiden, ob sie ihr Kind gegen Masern impfen lassen oder nicht. Ab Januar 2020 gilt die Impfpflicht in deutschen Schulen und Kitas. Für Kinder, die schon in die Schule oder in die Kita gehen, gilt eine verlängerte Impffrist bis zum 31. Juli 2021. Wer sich nicht dran hält, dem droht ein Bußgeld in Höhe von bis zu 2.500 Euro.

Kassenbonpflicht

Bei jedem Einkauf muss ein Kassenbon gedruckt werden.  Großer Kritikpunkt dabei ist der Umweltaspekt. Denn neben den hohen Kosten für Einzelhändler kommt noch eine ganze Menge Papiermüll dazu. Außerdem: Kassenbons werden auf speziellem Thermopapier gedruckt, das eigentlich nicht im Altpapier entsorgt werden darf. Der Grund für die Kassenbon-Pflicht: Es soll Steuerhinterziehung verhindert werden - und da geht es tatsächlich um Milliardenbeträge.

Für Mieter und Hausbesitzer

Wer mehr als 6.000 kWh im Jahr verbraucht, für den ist es ab Januar 2020 Pflicht, ein intelligentes Messsystem einzubauen. Ein Beispiel: ein durchschnittlicher 4-Personen-Haushalt in Deutschland verbraucht ca. 4.000 kWh pro Jahr. Das Intelligente Messsystem - auch Smart Meter genannt - erfasst den Verbrauch und übermittelt die Daten gleich an den Stromversorger und Netzbetreiber. Welche Kosten dabei entstehen, ist gesetzlich geregelt. Auf den Verbraucher kommen allerdings pro Haushalt und Jahr mindestens 100 Euro zu. Ziel ist es, mithilfe der intelligenten Strommessgeräte CO2-Emissionen zu reduzieren.