Sommer-Bauernregeln: richtig oder falsch?

„Das Wetter am Siebenschläfertag (27.6.), noch 7 Wochen halten mag“

FALSCH!
Für Meteorologen relevant ist eher ein mehrtägiger Zeitraum Ende Juni/Anfang Juli.
Außerdem stimmt der heutige Siebenschläfertag nicht mehr mit dem ursprünglichen Tag überein.
Durch die Verschiebung um etwa zehn Tage wäre der „richtige“ Siebenschläfertag erst am 7. Juli.

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„Dreht sich die Kuh von Osten nach Westen, entwickelt das Wetter sich nicht zum Besten.“

RICHTIG!

Wer Kühe auf einer Weide beobachtet, sieht sie häufig in die gleiche Richtung schauen.
Und zwar in die Richtung, aus der sie den Feind erwarten.
Und der nähert sich meist gegen den Wind an, damit Kühe ihn nicht wittern – also riechen – können.
Instinktiv stellen sich die Tiere also mit dem Gesicht in die Windrichtung.
Weht der Wind aus Osten, bringt er meist trockene Luft mit, kommt er aus Westen, wird es feuchter.
Das heißt also: Dreht sich der Wind, stellen sich auch die Kühe um und zeigen uns so, dass sich das Wetter ändert.

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„Wenn die Schwalben hoch am Himmel kreisen, sie auf schönes Wetter hinweisen.
Doch fliegen sie am Boden tief, dann hängt der Wettersegen schief.“

RICHTIG!

Schwalben fangen ihre Beute in der Luft.
Wenn die Sonne scheint, erwischen sie Fliegen und Mücken hoch oben.
Kommen jedoch Regen und Wind auf, wird die Thermik schwächer.
Die Insekten suchen den Schutz von Bäumen und Büschen.
Und genau dort unten gehen dann auch die Schwalben auf Jagd.

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„Fängt der August mit Hitze an,
bleibt sehr lang die Schlittenbahn.“

RICHTIG!

Aber nur, wenn die ersten sieben Tage im August 25 Grad und mehr haben.
Nur dann erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass im Winter an mehr Tagen als üblich eine Schneedecke von mindestens 1 cm liegt.