Schulanfang: Schulweg rechtzeitig üben

Um den Schulweg für die Kinder sicher zu gestalten, weist die Polizeiinspektion Ingolstadt auf folgende Punkte hin, die Eltern beachten sollten:

  • Schulweg soll gemeinsam von Eltern und Kindern festgelegt werden, damit er akzeptiert wird.
  • Rechtzeitig mit dem Schulwegtraining beginnen.
  • Straße immer an den sichersten Stellen überqueren, auch kleine Umwege in Kauf nehmen.
  • Auch bei geringem Verkehr erst stehen bleiben und sich dann nach links und rechts und schließlich noch einmal nach links vergewissern.
  • An Zebrastreifen Blickkontakt zum Autofahrer herstellen, bevor die Fahrbahn betreten wird.
  • An Ampelanlagen nicht nur auf das Grünlicht für Fußgänger vertrauen, sondern sich erst vergewissern, ob die Fahrzeugführer tatsächlich stehen bleiben.
  • Eltern sollten ihre Kinder auch nach dem ersten Schultag beobachten, ob sie sich weiterhin richtig verhalten.
  • Rechtzeitiges Verlassen des Hauses, um nicht in Zeitdruck zu geraten.
  • Helle Kleidung tragen, Reflektoren an den Schulranzen und an der Kleidung.
  • Kinder erst nach abgelegter Fahrradprüfung in der 4. Klasse mit dem Rad zur Schule fahren lassen. Darauf achten, dass ein Helm getragen wird.
  • Kinder möglichst nicht mit dem Pkw bis vor die Schule fahren. Die Parkplätze reichen meist nicht aus und Fahrzeuge stellen eine zusätzliche Sichtbehinderung dar.
  • Falls auf das Auto nicht verzichtet werden kann, dann die Kinder nur gesichert in zugelassenen Kindersitzen transportieren.
  • Auf diszipliniertes Verhalten an Schulbushaltestellen achten

Hauptkommissar Christian Petz, bei der Polizeiinspektion Ingolstadt für den Verkehrsbereich verantwortlich, bittet alle Erwachsenen, sich verantwortungsbewusst zu verhalten, um der Vorbildfunktion gegenüber den Kindern gerecht zu werden. Gurten Sie sich an und sichern Sie Ihre Kinder im Auto vorschriftsmäßig. Sie schützen sich und Ihre Kinder.

Die Polizeiinspektion Ingolstadt wird mit Unterstützung eines Ausbildungsseminars der Bereitschaftspolizei Eichstätt die Schulwege 4 Wochen lang überwachen. Die Verkehrspolizeiinspektion wird stichpunktartig Kontrollen der Schulbusse in Hinsicht auf Sozialvorschriften und den technischen Zustand der Busse durchführen. Auch auf eine eventuelle Überfüllung der Busse wird geachtet.

In der ersten Schulwoche  werden Kontrollen  mit Schwerpunkt Gurtanlege- und   Kindersicherungspflicht durchgeführt. An dieser bayernweiten Aktion werden sich auch die Ingolstädter Polizeidienststellen beteiligen.

Gurt- und Kindersicherungspflicht

Der Anteil der nicht gesicherten Pkw-Insassen an den Verkehrstoten ist weiterhin hoch. Fast jeder fünfte tödlich verunglückte Pkw-Insasse war 2019 nicht angeschnallt. Im vergangenen Jahr kamen bayernweit 247 Menschen in Pkw ums Leben. Davon trugen 47 Menschen nicht den erforderlichen Sicherheitsgurt. Zudem kamen auch drei Kinder ums Leben, die als Mitfahrer nicht ordnungsgemäß gesichert waren. Bis Ende Mai 2020 waren erneut nachweislich 21 tödlich verunglückte Personen nicht angegurtet.

Schulwegunfälle

Im vorangegangenen Schuljahr 2019/2020 sank die Zahl der Schulwegunfälle im Präsidialbereich gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 47 (Vorjahr 66). Dabei wurden 48 (Vorjahr: 77) Kinder verletzt. Glücklicherweise war wie in den letzten beiden Jahren zuvor ebenfalls kein tödlicher Schulwegunfall zu verzeichnen.

Schulweghelfer

Wertvolle Unterstützung bei der Schulwegsicherheit leisten die bayernweit rund 30.000 ehrenamtlich tätigen Schulweghelfer und Schülerlotsen. Sie sind den Kindern beim  Überqueren von Straßen behilflich oder begleiten Fahrten in Schulbussen. Wenn auch Sie sich als Schulweghelfer engagieren wollen, wenden Sie sich einfach an Ihre Schule oder direkt an Ihre örtliche Polizeidienststelle.

Schulwegüberwachung

Die Dienststellen im Zuständigkeitsbereich des PP Oberbayern Nord werden zum Start des neuen Schuljahrs in der Zeit vom 08.-11. September 2020 ein besonderes Augenmerk auf die Einhaltung der Gurtanlege- und Kindersicherungspflicht legen. Schwerpunktmäßig finden diese Kontrollen im unmittelbaren Bereich von Schulen, Kindergärten und stark frequentierten Schulwegen zu den relevanten Zeiten statt.

Im Rahmen der Aktion „Sicher zur Schule, sicher nach Hause“ werden Polizeibeamte ganz allgemein bis Ende September an Schulwegen unterwegs sein, um die Einhaltung der Verkehrsregeln sowohl im fließenden wie auch im ruhenden Verkehr zu überwachen.

Hinweise an die Verkehrsteilnehmer:

  • Kinder genießen besonderen Schutz im Straßenverkehr.
  • Kinder sind klein und sehen nicht über geparkte Autos hinweg.
  • Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, weswegen immer mit unerwartetem Verhalten zu rechnen ist.
  • Fahren Sie besonders in Wohngebieten, auf Schulwegen, an Haltestellen und rund um Schulen und Kindergärten langsam. Es gilt die Devise: Zum Schutz unserer Kinder runter vom Gas und jederzeit bremsbereit sein.
  • Beachten Sie die speziellen Regelungen für Autofahrer zur Schrittgeschwindigkeit an Schulbushaltestellen.
  • Geben Sie als Fußgänger oder Radfahrer den Kindern ein gutes Vorbild. Falsche Verhaltensweisen werden von Kindern schnell übernommen.

Tipps für Eltern:

  • Helle, gut sichtbare, am besten mit reflektierenden Materialien ausgestattete Kleidung und Schulranzen verbessern die Erkennbarkeit ihrer Kinder für andere Verkehrsteilnehmer wesentlich.
  • Der Schulweg sollte schon vor dem ersten Schultag mit den Kindern wiederholt geübt werden.
  • Es gilt: „Nicht immer ist der kürzeste Weg auch der sicherste!“. Viele Gemeinden bieten Schulwegpläne zur Orientierung an, mit deren Hilfe die sicherste Variante mit Querungshilfen wie Fußgängerampeln oder Zebrastreifen ausgewählt werden kann.
  • Zeigen Sie Ihrem Kind das richtige Verhalten beim Überqueren einer Straße und weisen Sie es auf mögliche Gefahrenquellen hin.
  • Das richtige Verhalten beim Ein- und Aussteigen an Schulbushaltestellen sollte mit den Kindern besprochen und ebenfalls geübt werden.
  • Wird der Schulweg mit dem Privatauto bewältigt, sollten Eltern ein besonderes Augenmerk auf die richtige Sicherung ihrer Kinder in einem geeigneten Kindersitz richten.
  • Gehen Sie selbst immer mit gutem Beispiel voran – Eltern sind Vorbilder.

Radio IN unterstützt die Kinder auf dem Schulweg:

Mit unserer Aktion „Achtung! Kinder“ unterstützen wir von Radio IN die Kinder auf dem Schulweg, indem wir Autofahrer auf die Kleinsten im Straßenverkehr hinweisen. Sie können hier kostenlos Plakate bestellen, die Sie dann nach Absprache mit der Gemeinde oder der Stadt aufhängen können.