Region: Alles Wichtige zum Corona-Virus

Aktualisierter Rahmen-Hygieneplan für Kindertagesbetreuung – leicht verschnupfte Kleinkinder brauchen für Kita-Besuch keinen negativen Coronatest

Ab dem 12. November 2020 gilt für Kindertageseinrichtungen ein aktualisierter Rahmen-Hygieneplan.
Dabei wird der bisherige Drei-Stufen-Plan, der sich grundsätzlich an der Sieben-Tage-Inzidenz in einem Landkreis bzw. einer kreisfreien Stadt orientiert hat, bis mindestens 30. November 2020 ausgesetzt. Flächendeckende Einschränkungen in der Kindertagesbetreuung gibt es in dieser Zeit nicht. Besondere infektionsschutzbedingte Maßnahmen in den Kindertageseinrichtungen werden nur im Einzelfall durch das zuständige Gesundheitsamt angeordnet, wenn vor Ort ein Infektionsgeschehen vorliegt.

Der Rahmen-Hygieneplan in der ab 12. November 2020 gültigen Fassung enthält unter anderem folgende Vorgaben:

· Kinder müssen in festen Gruppen betreut und gefördert werden.

· Kindern in Kinderkrippen, Kindergärten, Kindertagespflegestellen bis zum Schulalter ist auch bei leichten, neu aufgetretenen, nicht fortschreitenden Symptomen (wie z.B. Schnupfen ohne Fieber und gelegentlicher Husten ohne Fieber) ein Besuch der Kindertagesbetreuung ohne negatives SARS-CoV-2-Testergebnis oder ärztliches Attest möglich.

· Kranke Kinder mit Fieber, starkem Husten, Hals- oder Ohrenschmerzen, Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall haben wie sonst auch weiterhin keinen Zugang zur Kindertagesbetreuung. Die Wiederzulassung nach einer Erkrankung mit den vorstehend beschriebenen Symptomen ist künftig in Kinderkrippen, Kindergärten, Kindertagespflegestellen und HPTs bis zum Schulalter erst wieder möglich, sofern das Kind bei gutem Allgemeinzustand mindestens 24 Stunden symptomfrei (bis auf leichten Schnupfen und gelegentlichen Husten) ist und ein negatives Testergebnis auf SARS-CoV-2 (PCR- oder Antigentest) oder ein ärztliches Attest zur Symptomfreiheit vorliegt. Der fieberfreie Zeitraum soll 24 Stunden betragen.

· In Übereinstimmung mit den Schulen können Schulkinder der Grundschulen bzw. der Grundschulstufen bei leichten Symptomen sowohl die Schule als auch den Hort und die HPT weiterhin besuchen.

Für ältere Kinder ab Jahrgangsstufe 5 ist der Besuch von Schule und Hort bzw. HPT auch bei leichten Symptomen erst möglich, wenn nach mindestens 24 Stunden (ab Auftreten der Symptome) kein Fieber entwickelt wurde und ein negatives Testergebnis auf SARS-CoV-2 oder ein ärztliches Attest vorliegt.
Selbiges gilt für Erkrankungen mit schwerer Symptomatik (Fieber, starker Husten etc.). Eine Wiederzulassung zur Kindertageseinrichtung (Hort bzw. HPT) ist auch dann nach 24-stündiger Symptomfreiheit (bis auf leichten Schnupfen und gelegentlichen Husten) erst möglich, wenn ein negatives Testergebnis auf SARS-CoV-2 oder ein ärztliches Attest vorliegt.

Wichtige Bestimmungen:

Im November 2020 gelten befristet folgende Maßnahmen:

  • KONTAKTE:
    In der Öffentlichkeit dürfen sich nur noch Angehörige zweier Haushalte treffen - maximal zehn Personen. Feiern in Wohnungen und privaten Einrichtungen werden als "inakzeptabel" bezeichnet.
  • GASTRONOMIE:
    Restaurants, Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen werden geschlossen. Erlaubt sind weiter Lieferdienste und Essen zum Mitnehmen. Auch Kantinen dürfen öffnen.
  • FREIZEIT:
    Freizeiteinrichtungen werden geschlossen. Dazu gehören Theater, Opern, Konzerthäuser, Messen, Kinos, Freizeitparks, Saunen, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und Bordelle. Alle Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden untersagt.
  • SPORT:
    Fitnessstudios, Schwimm- und Spaßbäder werden geschlossen. Der Amateursportbetrieb wird eingestellt, Vereine dürfen also nicht mehr trainieren. Individualsport, also etwa alleine oder zu zweit joggen gehen, ist weiter erlaubt. Profisport wie die Fußball-Bundesliga ist nur ohne Zuschauer zugelassen.
  • REISEN und HOTELS:
    Die Bürger sollen auf private Reisen, Tagesausflüge und Verwandtenbesuche verzichten - auch im Inland. Hotels und Pensionen dürfen keine Touristen mehr aufnehmen.
  • DIENSTLEISTUNGEN:
    Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattoo-Studios werden geschlossen, weil hier der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Medizinisch notwendige Behandlungen etwa beim Physiotherapeuten oder Fußpflege sind weiter möglich. Auch Friseure bleiben geöffnet.
  • SUPERMÄRKTE:
    Der Einzelhandel bleibt geöffnet - es gibt aber Vorschriften, wie viele Kunden gleichzeitig im Laden sein dürfen.
  • SCHULEN und KINDERGÄRTEN:
    Schulen und Kindergärten bleiben offen. Genauso Einrichtungen der Sozial- und Jugendhilfe.
  • ARBEIT:
    Überall, wo das möglich ist, soll wieder von zuhause gearbeitet werden.
  • FIRMEN:
    Betriebe, Selbstständige und Vereine, die von den neuen Corona-Regeln besonders betroffen sind, bekommen große Teile ihres Umsatzausfalls ersetzt. Bei Firmen mit maximal 50 Mitarbeitern gleicht der Bund 75 Prozent aus, bei größeren wird nach EU-Beihilferecht entschieden.
Das ist nach wie vor zu beachten:
  • Hygiene
    Halten Sie Hygieneempfehlungen ein. Hygienetipps gibt Ihnen die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
  • Abstand halten
    Wenn Sie anderen Menschen begegnen, halten Sie Abstand – mindestens 1,5 Meter!
  • Bargeldlos bezahlen
    Zahlen Sie lieber mit Karte statt mit Bargeld, um Berührungen zu vermeiden.
  • Mund-Nasen-Bedeckung
    Eine Alltagsmaske oder einen Schal vor Mund und Nase zu tragen, schützt die Mitmenschen, sich mit dem neuartigen Coronavirus anzustecken. Dies ist seit 27. April 2020 verpflichtend:
    • Für Personen ab dem sechsten Geburtstag,
    • beim Einkaufen,
    • bei der Nutzung von Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennahverkehrs und der hierzu gehörenden Einrichtungen sowie bei der Schülerbeförderung im freigestellten Schülerverkehr,
    • für das Personal von geöffneten Geschäften, sofern sie nicht hinter einer Trennwand sitzen,
    • in Gottesdiensten,
    • in Dienstleistungsbetrieben mit Kundenverkehr, außer die Art der Dienstleistung lässt dies nicht zu,
    • in Arzt-/Zahnarzt- und anderen Praxen mit medizinischen, therapeutischen und pflegerischen Leistungen, außer die Art der Leistung lässt dies nicht zu,
    • in Fahrschulen,
    • bei Verkaufsstellen auf Märkten.

Neben Kindern unter sechs Jahren sind Personen von der Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung befreit, wenn sie glaubhaft machen können, dass ihnen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht möglich oder unzumutbar ist.

  • Spielplätze im Freien
    Spielplätze (keine Bolzplätze) sind für Kinder in Begleitung Erwachsener wieder geöffnet.
Hilfe/Ansprechpartner:
  • Die bayerische Staatsregierung hat eine „Corona-Hotline“ für Bürgerinnen und Bürger eingerichtet. Sie ist täglich von 8 bis 18 Uhr unter 089 / 122 220, der Telefonnummer von „BAYERN DIREKT – Servicestelle der Staatsregierung“, erreichbar. Die Hotline dient als einheitliche Anlaufstelle für alle Fragen der Bürgerinnen und Bürger zum Corona-Geschehen. Mittels eingerichteter Kompetenzbereiche findet eine themenbezogene Weiterleitung statt. Wesentlich betroffene Lebensbereiche der Bürgerinnen und Bürger sind abgedeckt: Sowohl Fragestellungen zu gesundheitlichen Themen, den Ausgangsbeschränkungen sowie Kinderbetreuung und Schule als auch zu Soforthilfen und anderer Unterstützung für Kleinunternehmen und Freiberufler können täglich, auch an den Feiertagen, beantwortet werden.
  • Es gibt ein neues Gesundsheitskonzept: Wer Symptome zeigt, hat nun eine 24 Stunden Garantie für einen Test und weitere 24 Stunden für ein Ergebnis.
  • Arztbesuche sollten nicht aus Angst vor einer Covid-19-Infektion aufgeschoben werden. Das Risiko einer Ansteckung in den Praxen und Krankenhäusern sei gering.
  • Es gibt eine neue Testverordnung der Regierung: Damit wird geregelt, dass die gesetzlichen Krankenkassen in klar definierten Fällen auch die Tests auf das Coronavirus für Personen bezahlen müssen, die keine Symptome aufweisen. Angeordnet werden müssen die Tests durch den öffentlichen Gesundheitsdienst. Getestet werden können Kontaktpersonen von Infizierten oder alle Personen in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Lebensmittelfirmen (z.B. Schlachthöfen), gastronomischen Einrichtungen sowie Gemeinschaftseinrichtungen (z.B. Kitas und Schulen), wenn dort Fälle mit COVID-19 aufgetreten sind. Angeordnet werden müssen die Tests durch den öffentlichen Gesundheitsdienst.
Sport

Die Bayerische Staatsregierung hat die Vorschriften für den Sport ab Samstag, 19. September, weiter gelockert. Unter Beachtung der folgenden Einschränkungen und der aktuellen Verordnung zur Änderung der Sechsten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung kann der reguläre Sportbetrieb stattfinden:

Betreten und Verlassen der Sportstätte:
Beim Betreten und Verlassen der Sportstätte gilt die Maskenpflicht und die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern.

Umkleiden:
In den Umkleiden muss weiterhin eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen und der Mindestabstand eingehalten werden.

Maximale Teilnehmerzahl:
Im Trainingsbetrieb ist weiterhin nur eine Person pro 20 Quadratmeter erlaubt. Für den Wettkampfbetrieb gibt es keine Personenbeschränkung (Ausnahme: Die Teilnehmerzahl in Kampfsportarten, in denen durchgängig oder über einen längeren Zeitraum ein unmittelbarer Körperkontakt erforderlich ist, darf höchstens 20 Personen umfassen.).

Duschen:
In den Gemeinschaftsduschen darf sich nur eine Person aufhalten. Sollten Duschen mit einem baulichen Spritzschutz (Schamwände, Abmauerung) abgetrennt sein, darf je Abtrennung eine weitere Person duschen.

Wettkampfbetrieb:
Der Wettkampfbetrieb ist auch in den Indoor-Sportstätten wieder zugelassen.

Kontaktdatenerfassung:
Training und Wettkämpfe in Sportarten mit Kontakt sind nur unter der Voraussetzung einer Kontaktdatenerfassung gemäß Rahmenhygienekonzept Sport zulässig.

Zuschauer:
Im Trainings- und Wettkampfbetrieb sind wieder Zuschauer erlaubt. Die maximale Besucheranzahl einer jeweiligen Sportstätte können Sie der Gesamtübersicht im Anhang entnehmen. Die Zuschauer sind angewiesen
den Mindestabstand von 1,5 Metern und die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen einzuhalten.

Lehrschwimmbecken:
Die Lehrschwimmbecken werden geöffnet. Die jeweilige maximale Personenzahl kann der untenstehender Auflistung entnommen werden.
- Lehrschwimmbecken Christoph-Kolumbus-Grundschule: 10 Personen
- Lehrschwimmbecken Grund- und Mittelschule an der Lessingstraße: 10 Personen
- Lehrschwimmbecken Grund- und Mittelschule an der Pestalozzistraße: 20 Personen

Bundesweite Sportveranstaltungen:
Bei bundesweiten Sportveranstaltungen beachten Sie bitte § 9 Abs. 2 der Verordnung zur Änderung der Sechsten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung und der Einreise-Quarantäneverordnung vom 17. September 2020. Für die Einhaltung oben genannter Vorschriften ist der Nutzer der städtischen Sportstätten (Verein/Veranstalter/etc.) verantwortlich. Die aktuelle Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, die Änderungen und das aktuelle Rahmenhygienekonzept „Sport“ finden Sie unter www.verkuendung-bayern.de

Oben genannte Regelungen gelten bis einschließlich 3. Oktober 2020.

Quelle: Stadt Ingolstadt