Politik: Schlagabtausch am Aschermittwoch

Beim traditionellen Fischessen am Aschermittwoch haben sich die Politiker rund um Ingolstadt ganz im Zeichen des Kommunahlwahlkampfs gezeigt. Im Peterwirt setzte Ingolstadts CSU-Oberbürgermeisterkandidat Christian Lösel auf Sachthemen und hob die wirtschaftliche Stellung der Stadt hervor. Mit 500 Besuchern am besten gefüllt war die  SPD-Veranstaltung in Mailing. Geschuldet war das dem Auftritt der Kabarettistin Lizzy Aumeier, die OB-Kandidatin Veronika Peters unterstützte. Den politischen Aschermittwoch begingen auch FDP, ÖDP, Grüne, Freie Wähler und Bürgergemeinschaft. Die Redner griffen zum Teil ihre Konkurrenten stark an und forderten einen Umschwung im Rathaus. Die Liberalen verabschiedeten dabei auch ihre langjährige Stadträtin Christel Ernst. Der traditionellen Aschermittwoch haben auch Redner im Landkreis Neuburg Schrobenhausen für Attacken gegen den politischen Gegner genutzt. SPD-Landratskandiat Werner Widuckel kritisierte die Bildungs- und Energiepolitik der CSU. Auch der aktuelle Landrat Roland Weigert bekam sein Fett weg: Für Widuckel sei die Einführung der gelben Tonne nach sechs Jahren als Ergebnis zu wenig. Die CSU schickte in Karlshuld Bayerns Umweltminister Marcel Huber ins Rennen: Er verzichtete zum größten Teil auf scharfe Angriffe der Gegenparteien. Stattdessen sprach er über die Energiewende, Finanzen und Heimat. Auch bei der Kreis-CSU in Pfaffenhofen waren eher gemäßigte Töne zu hören. Dort sprachen Landtagsabgeordneter Karl Straub, Landrat Martin Wolf und Kreistagsfraktionssprecher Reinhard Heinrich. Ihnen ging es hauptsächlich um Energiewende, Familie und Asylpolitik.