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Region: Falsche Polizisten

In der Region sind wieder falsche Polizisten unterwegs. Gestern kam es zu mehreren Telefon-Anrufen von Betrügern. Die Masche ist immer gleich. Der Anrufer gibt sich als Kriminalbeamter aus und spioniert Vermögen und Wohnsituation für einen Einbruch aus. Am Montag verschafften sich in Ingolstadt sogar zwei Männer Einlass in eine Wohnung. Sie gaben vor, in einem Erbfall das Inventar begutachten zu müssen. Ein etwa 30-jähriger trug eine alte Polizeiuniform, ein 60-jähriger Mann gab sich als Rechtspfleger aus. Eine Beschreibung:

Der vermeintliche Rechtspfleger ist ca. 60 Jahre alt, 170 cm groß, hat eine kräftige bis dicke Statur, braun-schwarzes, dünnes, lichtes Haar und eine große Nase. Er sprach langsam in bayerischem Dialekt. Der Mann war mit einer beige-grauen Freizeithose (evtl. Cord) und einem etwas zu großen Baumwoll-Sakko in ähnlichem Farbton bekleidet.

Der zweite Mann ist etwa 30 Jahre alt, 180 cm groß und schlank bis hager. Er hat blondes Haar und war mit einer Polizeiuniform alter Art mit schwarzer Lederjacke, beigefarbener Stoffhose und grüner Schirmmütze bekleidet.Die Unbekannten benutzten einen älteren, ca. 10 Jahre alten weißen Kombi, ähnlich einem VW-Passat.

Zeugen des Vorfalles werden gebeten, ihre Beobachtungen der PI Ingolstadt unter der Rufnummer 0841/9343-2222 zu melden.

 

Um nicht Opfer eines Telefon-Betrugs zu werden gibt die Polizei folgende Tipps:

  • Seien Sie grundsätzlich misstrauisch bei derartigen Anrufen!
  • Gelegentlich wird auf Telefondisplays durch einen technischen Trick die Nummer 110 angezeigt. Beachten Sie hierzu, dass die Polizei Sie niemals unter der Notrufnummer 110 anruft!
  • Beenden sie im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich, ohne persönliche Daten bzw. Informationen über vorhandene Wertgegenstände oder Bargeld preiszugeben!
  • Gehen Sie nicht auf Forderungen zur Überweisung oder Übergabe von Geldbeträgen ein!
  • Die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen, um Ermittlungen durchzuführen!
  • Rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei unter einer dem Telefonbuch entnommenen Telefonnummer an, in eiligen Fällen auch unter der Notrufnummer 110 – benutzen sie dabei aber nicht die Rückruftaste, sonst landen Sie möglicherweise wieder bei den Betrügern!
  • Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung!
  • Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit: Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis!
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen!
  • Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!