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Mücken, Moskitos – Fakten rund um die Plagegeister

Das Volksbegehren „Artenvielfalt“war erfolgreich, und man ist sich einig: Bienen und Insekten müssen geschützt werden. Aber Hand aufs Herz: Mücken schlagen wir doch immer noch tot, oder? Vor allem in Rennertshofen und in Pförring sind die Menschen genervt. Sie sind lästig, sie machen Ärger, aber – sie gehören auch dazu.

Es gibt viele Mücken- und Moskitoarten

Weltweit gibt es über 3500 verschiedene Moskito- und Mückenarten, in Deutschland ca. 50. Seit 80 Millionen Jahren gibt es Mücken in der heutigen Form.

Warum stechen Mücken?

Nur weibliche Mücken stechen, um sich von Blut zu ernähren. Das Eiweiß und andere Nährstoffe dienen Mücken als eine leckere und gesunde Mahlzeit, die für das Legen und die Entwicklung der Eier nötig ist.

Mücken sind gierig

Studien haben ergeben, dass Stechmücken 3-mal das eigene Körpergewicht an Blut trinken können.

Mücken leben nicht lange

Die Plagegeister haben eine sehr kurze Lebensdauer. Weibliche Stechmücken leben weniger als 2 Monate leben. Bei den männlichen Stechmücken liegt die Lebenserwartung sogar noch niedriger, bei ca. 10 Tagen!

Mücken folgen menschlichem Atem

Kohlendioxid ist einer der Hauptwege, wie Mücken ihre nächste Mahlzeit finden. Sie benutzen ein spezielles Organ, um dem Geruch von CO2 zu folgen, den unser Atem freisetzt.

Mücken brauchen nicht viel Platz

Zur Ei-Ablage bevorzugen Mücken ruhiges oder stehendes Wasser oder einen nassen Boden. Es ist nur eine geringe Wassermenge erforderlich: Zum Beispiel in alten Reifen, Planschbecken, Vogeltränken, Untersetzern.

Mücken sind die tödlichsten Tiere der Welt

Nicht Haie, Tiger, Krokodile sind die tödlichsten Tiere, sondern Mücken. Warum? Das liegt an den gefährlichen Krankheiten, die Moskitos übertragen: Zum Beispiel Malaria, Zika und Dengue. Es wird angenommen, dass Moskitos für etwa 1 Million Todesfälle pro Jahr verantwortlich sind.

Der deutsche Mückenatlas

Es gibt einen deutschen Mückenatlas. Das ist ein Projekt verschiedener Forschungseinrichtungen. Menschen in Deutschland sind aufgerufen, Mücken einzufangen und an den Mückenatlas zu verschicken.

Hintergund: Die Projektgruppe will wissen, wie Klimawandel und Globalisierung die Einschleppung nicht-heimischer Arten begünstigt und welche nicht-einheimischen Arten bereits hier existieren. Diese Tiere könnten Überträger von Krankheitserregern sein.

Nähere Infos unter Mückenatlas.com. Alle Einsender werden namentlich im Atlas erwähnt.