Zwischen Freispruch und 13 Jahren Haft

09.12.2013 Zwar fehle der unumstößliche Einzelbeweis, in der Gesamtschau jedoch verdichten sich die Beweise gegen den Angeklagten. DNA-Spuren und Fingerabdrücke- für Staatsanwalt Jürgen Staudt bestehe kein Zweifel, dass da der Richtige auf der Anklagebank sitzt – und plädiert auf 13 Jahre Freiheitsentzug. Der Angeklagte soll im August vergangenen Jahres den Rentner Helmut P. in seiner Wohnung im Augustinviertel mit einer Limonadenflasche mehrmals auf den Kopf geschlagen und anschließend erwürgt haben.

Nach Ansicht von Verteidigerin Andrea Kremer reichen die Indizien allerdings nicht für eine Verurteilung aus. Sie plädiert daher auf Freispruch ihres Mandanten. Die DNA-Spuren und Fingerabdrücke auf Opfer und Tatwaffe – der Limonadenflasche – sind nicht datierbar, somit können sie auch vor der Tat verursacht worden sein.

Dem spektakulären Fahndungserfolg in Barcelona im April könnte nun ein Freispruch folgen. Am Donnerstag fällt das Urteil.