Noch mehr Lärm in Schweitenkirchen

19.03.2014

Karin Kieferl trägt es mit Fassung. Wenn sie aus dem Fenster schaut, ist ihr Blickfeld jetzt völlig frei. Sie muss all die tausende von Lastwagen und Autos sehen, die Tag und Nacht an ihrem Haus vorbeirasen – keine 100 Meter entfernt. Die Bäume und Sträucher, die in der Vegetationszeit bisher die angrenzende Autobahn verdeckt hatten, sind fast alle weg. Sie stören bei einem Bauprojekt. In wenigen Wochen beginnen die Arbeiten zur so genannten „Ertüchtigung der Standspur“. Wenn die beendet ist, darf auch der bisherige Pannenstreifen befahren werden, falls das Verkehrsaufkommen für drei Spuren zu hoch ist. Das freilich ist sehr häufig der Fall, auf der A 9 bei Schweitenkirchen. Die deutsche Nord-Südachse ist eine der meist genutzen Autobahnen der Republik. Trotzdem gibt es im Bereich Schweitenkirchen keinen Lärmschutz. Auch nicht, wenn dort bald noch mehr Autos rollen. Doch ein Bundestagsabgeordneter macht Hoffnung. Wieder einmal.