Keine Einigung in Sicht

Schrobenhausen (intv) Der Stadtrat in Schrobenhausen ist in einer Zwickmühle: Einerseits will er das Volksfestgelände vor Hochwasser schützen, andererseits soll eine Einigung her, mit der auch die Grundstückseigentümerin Martha Stief einverstanden ist.

Momentan gibt es zwei Varianten: Bei Variante 1 müsste von der Paar aus eine Mauer in den Volksfestplatz hinein gezogen werden. Damit wäre das Gelände durchschnitten. Bei Variante 2 müsste viel Erde bewegt werden, um den vorderen Teil des Platzes aufzuschütten und so vor Hochwasser zu schützen.

Martha Stief ist mit beiden Varianten nicht einverstanden. Ihr schwebt eine Lösung vor, bei der eine Mauer parallel zur Paar den Fluß im Zaum hält. Das wiederum geht laut Bürgermeister Karlheinz Stephan (CSU) aus wasserschutzrechtlichen Gründen nicht, da das Volksfestgelände als unbebauter Platz nicht durch technischen Hochwasserschutz gesichert werden dürfe. Bis Ende August möchten Bürgermeister und Stadtrat eine der beiden Hochwasserschutz-Varianten ins Planfeststellungsverfahren bringen. Doch die Grundstückseigentümerin hat schon angedroht, im Notfall vor Gericht zu ziehen.