Innenstadt-Dialog in Schrobenhausen

21.03.2014

Fast 40 Jahre lang wurde in Schrobenhausen rund um das Thema Innenstadtgestaltung diskutiert. Es gab Konzepte, Bürgerbefragungen, Stadtratsbeschlüsse und Bürgerentscheide. Jedoch mit mäßigem Erfolg – viele Schrobenhausener sind mit ihrer Altstadt unzufrieden. Nun sollen endlich Taten folgen: Die Stadt will das Thema aktiv angehen. Und zwar zusammen mit allen Einwohnern.

An diesem Wochenende startet der so genannte Bürgerbeteiligungsprozess. Auftakt macht eine „Stadt(ver)führung“, zu der alle interessierten Personen eingeladen sind. Treffpunkt ist am Samstag um 14:00 Uhr an der Musikschule in der Regensburger Straße. „Wir sehen uns wichtige Punkte der Stadt an, dabei soll jeder seine Ideen und Wünsche äußern können“, sagt Bürgermeister Karlheinz Stephan (CSU), der sich möglichst viele Teilnehmer aus der Bevölkerung wünscht. Den nächsten Schritt bildet ein ganztägiger Kreativworkshop am 26. April, der aus den gesammelten Eindrücken erste Konzeptionen erarbeiten soll.

Auf einer speziellen Webseite wurde ein begleitendes Online-Forum zu dem Projekt eingerichtet. Hier kann man seine Meinung kundtun, den Prozess verfolgen und bisherige Konzepte und Ideen einsehen. Damit sollen auch Bürger, die an einem der Ortstermine verhindert sind, aktiv am Dialog teilnehmen können.

Im Internet aktiv war auch eine weitere Gruppierung: Die Bürgerwerkstatt Schrobenhausen, ein Zusammenschluss privater Personen, hat sich in den letzten Monaten intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt. „Eines unserer Projekte war eine interaktive Karte, auf der man im Internet positive und negative Brennpunkte markieren konnte“, so Andreas Wenger von der Bürgerwerkstatt. Die Ergebnisse wolle man nun in den offiziellen Meinungsbildungsprozess einfließen lassen.

Begleitet wird der Prozess um die Innenstadtentwicklung von der Beratungsagentur Identität & Image Coaching AG rund um den Eggenfelder Mediator Wolfgang Grubwinkler. Mit seiner Hilfe soll ein Konzept entstehen, das auch in Baumaßnahmen umgesetzt werden kann. Noch vor den Sommerferien wird mit konkreten Lösungsvorschlägen gerechnet.