Ingolstadt: Gerüchte um Stellenabbau bei Audi

Moderation:Es war heute ein Schock für viele Audianer – Ingolstadts 2.Bürgermeister Albert Wittmann hatte in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk von einem radikalen Stellenabbau bei Audi gesprochen. Kerstin Schulz aus der Radio IN Nachrichtenredaktion hat mehr Infos zu der Geschichte.

Redakteur : 5.000 Arbeitsplätze sollten laut Wittmann betroffen sein. Allerdings durch Fluktuation, nicht durch Entlassungen. Diese Aussage hat die Verantwortlichen bei Audi und den Betriebsrat kalt erwischt. Wir haben nachtelefoniert, überall hieß es an den Zahlen sei nichts dran. Audi und auch der Betriebsrat haben auf die bis 2025 bestehende Jobgarantie verwiesen, es gebe keine Beschlüsse für Stellenabbau und auch keine Verhandlungen dazu.

Moderation: Wie kommt dann Bürgermeister Wittmann auf die Zahl ? Hat er sich dazu geäußert ?

Redakteur: Das kann er heute nicht, er ist nämlich krank. Deshalb ist die Stadt Ingolstadt in die Bresche gesprungen und hat erklärt, Wittmann habe sich auf eine längst bekannte Studie bezogen. Das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation hat schon im Juni Zahlen veröffentlicht, dass durch Digitalisierung, Elektro-Autos und alternative Verkehrskonzepte bis 2030 in der Automobilindustrie jeder 11. Arbeitsplatz wegfallen könnte. Wittmann hat dann mal gerechnet und kam auf 3.000 bis 5.000 Jobs, die im gesamten Automobilsektor der Region wegfallen könnten. Das ist keine feststehende Zahl, keine Zukunftsvision, die genau so eintreffen muss. Fakt ist aber, dass sich durch die genannten Faktoren wie zum Beispiel Digitalisierung die Arbeitswelt ändern wird – Nicht nur bei Audi, sondern auch in jedem anderen Betrieb. Wie das passiert und in welchem Umfang werden die nächsten Jahre zeigen

Moderation: Die Jobgarantie bis 2025 steht also bei Audi – kein Grund zur Sorge für die Arbeitnehmer bei Ingolstadts Arbeitsgeber Nummer 1.