Grüne Blitzkarriere

29.04.2014

In Umweltverbänden ist er seit Jahren aktiv, als Vordenker der „Slowfood-Bewegung“ genießt er bundesweites Ansehen, jetzt geht Rubert Ebner in die Kommunalpolitik. Einen Sitz im neuen Ingolstädter Stadtrat haben ihm die Wähler bereits reserviert, doch damit nicht genug: seit gestern abend ist er der grüne Wunschkandidat für das Amt des Umweltreferenten. Nach stundenlanger Diskussion hob ihn die Parteibasis auf den Schild. Ein Blitzstart für den 64jährigen Tierarzt, dessen politische Erfahrungen sich bislang auf die Landtagskandidatur im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen beschränken.

Das Amt selbst ist ein Zugeständnis der CSU an die Grünen. Die sind mit fünf Vertretern in den Stadtrat gewählt worden und waren sogar als Koalitionspartner im Gespräch, letztendlich bekamen aber die Freien Wähler den Zuschlag. Ein gewisses Mitspracherecht sollte aber dennoch erfolgen, so der Wille der CSU, dabei standen die Ressorts Bildung oder Umwelt zur Wahl. Dass die Basis sich für das Umweltreferat entschied ist weit weniger überraschend als die Personalie Rupert Ebner,der sich gegen kommunalpolitische Größen und junge Hoffnungsträger durchsetzen konnte.

Der promovierte Tierarzt geht mit Zuversicht an die Sache, nicht alle Türen werden ihm von Anfang an offenstehen, das ist er als Verbandsmann gewöhnt, da will er mit Überzeugungskraft und guten Ideen punkten. Außerdem, so der Umweltreferent in spe ist er ja nicht allein, es stehe ihn das geballte KnowHow einer fünfköpfigen Fraktion zur Seite.

Die offizielle Wahl von Rupert Ebner steht am kommenden Freitag an, bei der konstitutionierenden Sitzung des neuen Ingolstädter Stadtrat.