Ehemaliger Polizeibeamter erneut vor Gericht

04.12.2013 Er soll sich unbefugt Überstunden ins Zeiterfassungssystem eingetragen und somit das Vertrauen seiner Vorgesetzten missbraucht haben. Dieser Fall eines ehemaligen EDV-Sachverständigen des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord machte bereits im Jahr 2011 Schlagzeilen. Damals wurde der Angeklagte zu zehn Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Seinen Job hätte er somit behalten, denn der Beamtenstatus erlischt ab einer Freiheitsstrafe von einem Jahr. Doch die Staatsanwaltschaft ging in Berufung – mit gravierenden Folgen. Denn im Berufungsprozess wurde die Strafe auf ein Jahr und zwei Monate erhöht. Mit diesem Urteil hätte der 38-Jährige seinen Beamtenstatus verloren. Er ging in Revision, heute ist der Fall vor dem Landgericht Ingolstadt erneut aufgerollt worden. Dabei beteuerte der Angeklagte, dass er alle aufgebuchten Stunden auch geleistet habe. Der Prozess wird am 11. Dezember fortgesetzt, dann werden erneut Zeugen befragt.