Düstere Vereidigung in Pfaffenhofen

07.05.2014
Zwei Kampfkandidaturen sorgten für einen Hauch von Spannung bei der Konstituierenden Sitzung des neuen Stadtrats von Pfaffenhofen. Denn die CSU wollte als stärkste Fraktion im Gremium unter anderem den zweiten Stellvertreter des Bürgermeisters stellen. Das bunte Bündnis des amtierenden SPD Bürgermeisters Thomas Herker musste sich hier zum erstenmal bewähren. Tatsächlich lehnte die Mehrheit dann den CSU-Kandidaten Thomas Röder ab. Auch Barbara Breher, die für die CSU neu in den Stadtrat einzieht, wurde nicht dritte Stellvertreterin des Stadtoberhaupts. Sie wollte mit ihrer Kandidatur dafür sorgen, dass nicht nur Männer die Spitze der Stadt Pfaffenhofen vertreten. Doch auch sie wurde nicht gewählt. Als zweiter Bürgermeister steht jetzt. Albert Gürtner von den Freien Wählern fest. Sein Stellvertreter wird Roland Dörfler von den Grünen. Die Vereidigung fand in düsterer Stimmung statt. Denn ein technisches Problem sorgte für wenig Licht. Ludwig der Zweite ist nur einer von vielen bayerischen Regenten, die im Rathaussaal von Pfaffenhofen stolz und mächtig auf überlebensgroßen Gemälden an der Wand hängen. In dieser historischen Kulisse hoben jetzt die neu gewählten Stadträte die Hand zum Schwur. Das Licht war etwa dabei so düster wie man es sich in diesem historischen Saal im 19. Jahrhundert vorstellt.