100 Prozent für Christian Lösel

Ingolstadt (intv) „Ich traue es mich gar nicht vorlesen.“ Ingolstadts CSU-Kreisvorsitzender Hans Süßbauer hatte nicht mit dem sagenhaften Ergebnis gerechnet: 100 Prozent für Christian Lösel, der bei der Kommunalwahl im März 2014 Alfred Lehmann als Oberbürgermeister beerben soll. „Es gibt keinen besseren Kandidaten“, ist sich der Noch-Amtsinhaber sicher, der aus Altersgründen nicht mehr antreten möchte. Und die Delegierten, die am Donnerstagabend zur Kreisvertreterversammlung im Orbansaal zusammengekommen waren, teilten seine Meinung offenbar. Einen Gegenkandidaten gab es nicht und nachdem von den 150 gültigen Stimmen alle auf den derzeitigen OB-Referenten entfielen, kann sich die CSU nun entspannt auf den Kommunalwahlkampf vorbereiten, der erst im Herbst nach der Landtags- und Bundestagswahl losgehen wird. Dann möchte Lösel (Jahrgang 1974, verheiratet, zwei Töchter) vor allem zwei politische Themen anpacken: Die Innenstadtbelebung und die Lösung des Verkehrsproblems. „Die Innenstadt wird Chefsache werden. Doch nicht nur Architekten sollen das Sagen haben, sondern die Bürgerinnen und Bürger sollen mitgestalten können“, so Lösel bei seiner Vorstellung. Das Verkehrsproblem möchte er in den Griff bekommen, indem er auf ein sinnvolles Zusammenspiel des öffentlichen Personennahverkehrs (mit digitalen Fahrplaninformationen), des Zugverkehrs (ein dritter Bahnhof für Audi), des Autoverkehrs (mehr Park-and-Ride-Möglichkeiten) und des Radverkehrs (E-Bikes) setzt. Dass der frisch gebackene Kandidat das Zeug zum Stadtoberhaupt hat, ist sich Alt-Oberbürgermeister Peter Schnell sicher: „Lösel ist wieder ein Ingolstädter, das erleichtert vieles.“ Jetzt wird die CSU am Wahlprogramm basteln und bald auch die Stadtratskandidaten wählen. Der Blick geht derweil zur SPD und zu den Grünen, die jetzt allmählich nachziehen müssen.