Ingolstadt: Suchtkranker vor Gericht

Gefängnis oder Psychiatrie – das muss das Landgericht Ingolstadt in einem schwierigen Fall entscheiden. Angeklagt ist seit heute ein 44-jähriger Suchtkranker.
Der hatte im vergangenen Oktober in einer Therapieeinrichtung in Reichertshofen seine Betreuerin mit einer Glasflasche niedergeschlagen. Anschließend flüchtete er mit Medikamenten und Geld. Dazu nahm er den Wagen der Frau. An einem Autohof an der A9 fasste ihn die Polizei.  Nach der Festnahme beging er in der Untersuchungshaft offenbar einen Selbstmordversuch. Im Klinikum Augsburg soll er in Panik einen Beamten angegriffen haben, der ihn bewacht hatte.  Das Urteil wird am Mittwoch erwartet.