Ingolstadt: Seniorin übergibt mehrere Tausend Euro an Betrüger

Schon wieder ist eine Seniorin auf die Betrugsmasche „falsche Polizisten“ hereingefallen und um mehrere Tausend Euro gebracht worden. Die Rentnerin wurde von angeblichen Beamten des Betrugsdezernats angerufen, die ihr vorgaukelten, dass in der Nähe ein Raubüberfall stattgefunden habe. Bei den Tätern sei ein Zettel mit ihrem Namen gefunden worden. Jetzt bestünde die Gefahr, dass die 81-Jährige deren nächstes Opfer wird. Tags darauf riefen die Betrüger immer wieder an und übten großen Druck auf die Ingolstädterin aus. Sie hob daraufhin mehrere Tausend Euro Bargeld ab, deren Seriennummern sie den Betrügern durchgab. Diese meinten, es handele sich um Falschgeld, das sie ihnen aushändigen müsse. Eine Betrügerin, die sich als Polizistin Meier ausgab, nahm das Geld schließlich entgegen. Erst als die Rentnerin bei der Einsatzzentrale anrief, um die vermeintlichen anderen Beamten Braun und Stein zu sprechen, wurde der Betrug aufgedeckt. Hier eine Beschreibung:
Die unbekannte Abholerin konnte als etwa 20-30 Jahre alt beschrieben werden. Zudem hatte sie lange schwarze Haare, eine gebräunte Hautfarbe und trug eine graue Hose, ein schwarzes Oberteil sowie eine FFP2-Maske. Die Kriminalpolizei Ingolstadt bittet in diesem Zusammenhang Personen, denen die Geldabholerin am frühen Nachmittag des 13.01.2022 im Ingolstädter Augustinviertel aufgefallen ist, sich bei der Kripo unter der 0841/9343-0 zu melden.

Präventionshinweise der Polizei:
· Seien Sie misstrauisch bei derartigen Anrufen!
· Die Polizei ruft Sie niemals unter der Notrufnummer 110 an!
· Beenden sie im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich, ohne persönliche Daten bzw. Informationen über vorhandene Wertgegenstände oder Bargeld preiszugeben!
· Gehen Sie nicht auf Forderungen zur Überweisung oder Übergabe von Geldbeträgen ein!
· Die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen, um Ermittlungen durchzuführen!
· Rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei unter einer dem Telefonbuch entnommenen Telefonnummer an, in eiligen Fällen auch unter der Notrufnummer 110 – benutzen sie dabei aber nicht die Rückruftaste, sonst landen Sie möglicherweise wieder bei den Betrügern!
· Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung!
· Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit: Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis!
· Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen!
· Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!
· Prüfen Sie, ob ein Eintrag Ihrer Telefonnummer in öffentlichen Verzeichnissen wirklich notwendig ist!