Ingolstadt: Petroplus-Pleite nimmt gutes Ende für die Gläubiger

Die Milliardenpleite des Schweizer Raffineriekonzerns Petroplus mit Standorten unter anderem in Kösching hat für die 1400 Gläubiger der deutschen Tochtergesellschaften ein gutes Ende genommen: Sie bekamen zum Abschluss des Insolvenzverfahrens fast sämtliches Geld zurück. Das ist für Insolvenzverfahren sehr ungewöhnlich, im Durchschnitt erhalten Gläubiger weniger als zehn Prozent zurück. Insgesamt wurden 566 Millionen Euro bislang ausbezahlt. Petroplus war ein in mehreren europäischen Ländern tätiger Raffineriekonzern, der in den Jahren vor der Insolvenz rasch expandierte, finanziert mit Krediten.  2012 verweigerten die Banken weitere Darlehen, anschließend mussten auch die drei deutschen Tochtergesellschaften Insolvenz anmelden.
Die Raffinerie war noch im Jahr 2012 vom Ölhandelskonzern Gunvor aus Zypern gekauft worden.