Ingolstadt: Urteil für Franziskamörder rechtskräftig

Lebenslang für Franziska-Mörder: Die 12-jährige Franziska aus Möckenlohe bei Eichstätt ist entführt, vergewaltigt und erschlagen worden. Ihr Mörder, ein 27-jähriger Obdachloser aus der Nachbargemeinde, wurde heute- über ein Jahr nach der Tat- vom Ingolstädter Landgericht zu lebenslanger Haft verurteilt. Besonders schwer wiegt die Schuld von Stefan B. Der 120 Kilo schwere 2 Meter- Hüne entführte das ihm körperlich deutlich unterlegene Kind, nachdem er es beim Spielen an einem Skaterplatz in Nassenfels beobachtet hatte. Er zwang die 12-jährige, in sein Auto zu steigen, vergewaltigte sie, erschlug sie anschließend, um die Tat zu vertuschen und warf die Leiche in einen Weiher bei Neuburg-Zell. Wegen der besonderen Schwere der Schuld kann der zuletzt arbeitslose Mann nicht nach 15 Jahren vorzeitig aus der Haft entlassen werden. Die Durchschnittsdauer liegt in Deutschland hier bei 24 Jahren. Zum ersten Mal waren beim monatelang dauernden Prozess auch Franziskas Eltern anwesend, bei der Schilderung der schrecklichen Tat flossen bei der Mutter Tränen. Der Angeklagte wirkte wie an allen Prozesstagen zuvor auch heute vollkommen regungslos. Das Gericht geht von keiner verminderten Schuldfähigkeit des Angeklagten aus. Es waren bei der Tat auch weder Alkohol noch Drogen im Spiel. Das Urteil ist bereits rechtskräftig, die Verteidigung hat auf Revision verzichtet.