Ingolstadt: Handyauswertung im Franziskaprozess

Wo hat sich Stefan B. am Tag als die kleine Franziska aus Möckenlohe sterben musste aufgehalten? Um diese Frage ging es heute am achten Tag des Prozesses in Ingolstadt – die Handydaten des Angeklagten wurden analysiert. Ziemlich technisch ging es heute am Landgericht im halbvoll besetzten Saal zu.

Die Ermittler und Gutachter erläuterten die umfangreiche Funkdatenauswertung die ergab, dass Handy und Tablet des 27-jährige Angeklagten am Tattag am Skaterplatz Nassenfels eingeloggt waren. Und auch an der nahegelegenen Fundstelle vom Fahhrad der 12-jährigen. Von dort aus soll Stefan B das Mädchen ins Auto gezerrt, vergewaltigt und später am Rathei-Weiher bei Neuburg getötet haben. Die Auswertung ergab desweiteren, dass Stefan B. nachdem Franziska erschlagen war, noch mindestens über eine Stunde am Tatort geblieben ist und von dort aus Kurzmitteilungen versendete. Anschließend fuhr er zu einem Auto-Schrauber-Treffen nach München.

Von Franziskas Handy wurden die letzten Nachrichten an ihre Freundinnen um 17 Uhr 30 gesendet, danch gab es kein Signal mehr.Das deutet darauf hin, dass der mutmaßliche Täter ihr Handy entsorgt haben könnte, noch bevor es überhaupt zu der Tat kam.