Ingolstadt: Diskussion über Gewalt gegen Polizeibeamte

„Wer schützt die, die uns schützen?“ Dieser Frage gingen Ingolstädter Diskussionsteilnehmer zum Thema „Gewalt gegen Polizeibeamte“ nach. Laut dem Polizeipräsidenten Walter Kimmelzwinger steigen Zahl und Heftigkeit der Übergriffe, weil immer mehr Alkohol im Spiel ist. Auch die Lockerung der Sperrzeiten trage dazu bei, dass Polizeibeamte teils bis halb sieben in der Früh im Dauereinsatz sind. Früher war um 2 Uhr Schluss. Bei der Diskussionsrunde wurde überlegt, die Ausrüstung der Beamten zu erweitern. Reizgas hätte oft nicht die erwünschte abschreckende Wirkung, vor einem Schusswaffengebrauch schreckten die Polizisten aber zurück. Dazwischen gäbe es nichts. Zur Debatte steht der Einsatz von Elektroschockpistolen. Beim Filmen der Geschehnisse mit Kameras, die die Polizisten am Körper tragen, hat man aber datenschutzrechtliche Bedenken. Fazit der Veranstaltung war, dass Gewalt von der Gesellschaft geächtet werden muss und dabei auch Eltern und Lehrer in der Pflicht stehen.