Herbstzeit ist Igelzeit

Sie sind klein, rund und vor allem stachelig. Gemeint sind damit natürlich die Igel. Die sind als nachaktive Tiere – vor allem im Herbst – auf Nahrungssuche, um sich für den Winter zu rüsten. Laut Tierschutzgesetz darf man gesunde Igel nicht mit nach Hause nehmen. Braucht der Vierbeiner Hilfe, dürfen Sie allerdings eingreifen. Bei Tagaktivität ist zu 95% Hilfe erforderlich.

Auch zu Hause im eigenen Garten, kann man einiges für die kleinen Stacheltiere tun!

  • wiegen. Hat der Jung-Igel im späteren Herbst noch keine 500 Gramm, gehört er aufgepäppelt. Ein Alt-Igel soll mind. 800 Gramm wiegen.
  • zufüttern.
  • Kuscheln lassen. Ob im Laubhaufen oder im Igelhaus (gibt’s im Baumarkt).

Aber nicht jeder Igel ist hilfsbedürftig! Wenn ein Igel irgendwo an der Straße angetroffen wird, heißt das nicht automatisch, dass er sich verlaufen hat. Im Gegenteil: Er hat ein großartiges Umgebungsgedächtnis! Besonders wohl fühlen sie sich in Wiesen-, Park- und Gartenlandschaften mit Hecken, heimischen Gewächsen und kleinen Wasserstellen.

Sinken die Temperaturen im Spätherbst unter 7 Grad, ziehen sich die im Boden lebenden Insekten zurück. Auch im Garten findet der Igel dann keine Nahrung mehr. Dann können Sie im Garten eine Wasserschale aufstellen – diese sollte dann täglich frisch aufgefüllt werden. Damit der Igel nicht verhungert, können Sie dem Vierbeiner einen Futternapf mit nassem Katzenfutter aus der Dose (nur Pastete, keine Soße, kein Gelee, kein Zucker, kein Getreide) hinstellen – vermischt mit etwas Haferflocken und einem Schuss Öl. Gerne auch mal ein Rührei.

Bloß keine Milch verfüttern – der Igel ist nämlich laktoseintolerant. Auch Obst und Gemüse vertragen die Stachelritter nicht – sie sind reine Fleisch- bzw. Insektenfresser.

Im Dezember sollten die Igel dann bereits im Winterschlaf sein und dürfen nicht aufgeweckt werden. Dieser dauert teilweise bis Mai des Folgejahres.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.pro-igel.de.