Heizen und Lüften – aber richtig!

Und wieder liegt eine eiskalte Nacht hinter uns. Für alle, die ein Dach überm Kopf haben, ja weiter nichts Bedrohliches. Allerdings muss man jetzt auf seine Wohnung oder sein Haus aufpassen!
Denn durch falsches Heizen kann man viel kaputt machen, sagt Hans-Peter Hartwig von der Gebäudetechnik Gebrüder Peters in Ingolstadt. Zum Beispiel holt man sich Schimmel in die Wohnräume.

Wie heize ich richtig:

  1. Kein Raum in der Wohnung sollte unter 18 Grad haben
  2. Deshalb vor allem auch Zimmer mit Außenwänden heizen (Thermostat auf das Sternchen drehen reicht)
  3. Für das Wohnzimmer ist die optimale Temperatur 20 Grad (dazu 50 Prozent Luftfeuchtigkeit), fürs Badezimmer 24 Grad, fürs Schlafzimmer werden 18 Grad empfohlen
  4. Niemals die Heizung komplett abdrehen (Möbel und Wände kühlen aus! Das benötigt später viel Energie/bzw. hohe Kosten um wieder alles warm zu bekommen)
  5. Tagsüber etwas runterdrehen ist in Ordnung, außer bei der Fußbodenheizung (sie ist sehr träge und bräuchte zu lange um wieder anzulaufen)

Wenn es draußen klirrend kalt ist und die Werte in den zweistelligen Minus-Bereich fallen, so wie in diesen Tagen, dann muss man viel heizen. Dann darf man aber auch das Lüften nicht vergessen!

Wie lüfte ich richtig?

  1. Zweimal am Tag: Jeweils 3 bis 5 Minuten Querlüften
  2.  Am Besten in der Wohnung gegenüberliegende Zimmerfenster öffnen
  3. Die Heizung kann dabei weiterlaufen: Frische Luft erwärmt sich schneller als abgestandene
  4. Eine permanent beheizte, gut gelüftete Wohnung verliert weniger Energie als eine kalte

Jedes zweite Haus ist nach Einschätzung von Experten vom Schimmelpilz befallen. Betroffen sind Neu- und Altbauten. Auch in Gebäuden, die jahrzehntelang schimmelfrei waren, wuchern nach einem strengen Winter häufig die Kulturen und dann geht der Streit zwischen Mieter und Vermieter los.

Deshalb: Lieber richtig heizen, oft lüften, damit Ihnen Schimmel und Streit erspart bleiben!