Einfach weggeflippt – das mit dem Kippen-Müll muss aufhören!

So eine weggeschnippte Zigarette ist mehr als nur hässlicher Müll auf unseren Straßen, Gehwegen und in Parks. Der kleine ausgedrückte Tabakstummel ist zudem noch äußerst umweltschädlich und gesundheitsgefährdend.

Sonja Tworek von der Initiative ZeroWaste in Ingolstadt.

Die vielen giftigen Chemikalien in dem Zigaretten-Rest gelangen u.a. in unser Grundwasser und den Boden und verschmutzen diese. Auch Kinder können die kleinen Reste verschlucken, da beispielsweise an Spielplätzen auch der Kippen-Müll rumliegt. Die Folge sind Vergiftungen.

So oder so: Es muss etwas dagegen getan werden. Wie beispielsweise bei ZeroWaste Ingolstadt und Neuburg. Die beiden Partnerinitiativen organisieren regelmäßig Kippen-Sammelaktionen und der gesammelte Müll landet in der blauen Tonne vor der Danuvius-Klinik. Dies ist ein Projekt welches zusammen mit dem Unternehmen Tobacycle gestartet wurde – die kümmern sich dann nämlich um die nachhaltige Wiederverwertung/ Entsorgung der Zigaretten-Reste.

Franziska Schmid war mit ZeroWaste in Neuburg auch sehr erfolgreich, bei der letzten Sammelaktion.

Und was kann man sonst noch tun? An sich laden beide ZeroWaste-Teams regelmäßig zu Sammelaktionen ein. Doch auch Schulen und Unternehmen in der Region interessieren sich für das Thema und sind bereit, zusammen Informationstage zu planen. Wichtig hierbei ist es, die Menschen aufzuklären und die Aufmerksamkeit der Politik zu bekommen. Beispielsweise hat man in Frankreich nun beschlossen die Tabakindustrie an der Entsorgung der Zigaretten-Abfälle zu beteiligen – 80 Millionen Euro fordert die französische Regierung.

Ganz klar ist jedoch, dass es einfach zu wenig Wegwerfmöglichkeiten gibt. Deshalb wären mehr Mülleimer mit Aschenbecher sehr wünschenswert oder die Bereitstellung von Taschenaschenbechern an Zigarettenautomaten. Mal sehen, was die Zukunft noch bringt und ob irgendwann weniger Kippen-Müll zu sehen ist.

Hier geht es zu den Instagramaccounts der ZeroWaste-Gruppen:

IN: >>zerowaste_in <<

ND: >>zerowasteneuburg<<

 

Radio IN Redakteurin Annika Pföß (links) und ZeroWaste Ingolstadt-Mitglied Franziska Schmid (rechts)