Die Polizeit warnt vor dem „Enkeltrick“

Es ist ein Kriminalitätsphänomen, dass sich im laufenden Jahr teilweise verdreifacht hat: Der Enkeltrick.

Die Vorgehensweise der Betrüger ist dabei professionell, systematisch und vor allem hinterhältig:

  • Durchsuchen von Telefonbüchern nach Namen, die eher nicht der heutigen Zeit entsprechen. Die Täter wollen dadurch die Auswahl der Opfer auf ein höheres Alter beschränken.

  • Kontaktherstellung durch vorgetäuschtes Verwandschaftsverhältnis. Der Betrüger will das Vertrauen des Opfers gewinnen.

  • Vortäuschen einer finanziellen Not. Bitte um einen meist vier- oder fünfstelligen Geldbetrag.

  • Kein persönliches Erscheinen des Betrügers. Für die Geldübergabe wird ein Bote geschickt.

  • Durch diese Vorgehensweise entstand in den Landkreisen Oberbayern Nord in diesem Jahr bisher ein Sachschaden von rund 300.000 Euro.

Folgende Verhaltenstipps empfiehlt die Polizei, wenn Sie einen Verdacht haben:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt!

  • Legen Sie den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld fordert!

  • Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen mit anderen Familienangehörigkeiten Rücksprache!

  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen heraus!

  • Lassen Sie sich zeitlich und emotional nicht unter Druck setzen!

  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen!

  • Informieren Sie sofort die Polizei über die Notrufnummer 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt!

  • Informieren Sie auch Ihre Verwandten und Bekannten über diese äußert hinterlistige Form des Betrugs!