Artenschutzgesetz in Bayern

Dass den Bayern die Natur am Herzen liegt, das haben sie vor gut einem Jahr bewiesen. Damals wurde das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ ins Leben gerufen  und war auch erfolgreich. Auch die Politik hat dann etwas später reagiert, mit einem Gesetz zum Schutz der Artenvielfalt. Aber was steht da eigentlich drinnen und was ist seit Verabschiedung des Gesetzes passiert?

Die wichtigsten Punkte aus dem Gesetz:

  • Mindestens 10 Prozent Staatswald werden Biotope
  • Gewässerrandstreifen werden bis auf 5 Meter nicht mehr landwirtschaftlich genutzt.
  • Staatlicher Ökolandbau wird ab diesem Jahr forciert, in der Landwirtschaft muss bis 2030 ein Drittel Ökolandbau praktiziert werden
  • Wiesen dürfen nach dem 15. März nicht mehr gewalzt werden, außer der Winter zieht sich ins Jahr
  • Ab einem Hektar darf nicht mehr von außen nach innen gemäht werden
  • Zehn Prozent aller Wiesen dürfen nicht vor Mitte Juni gemäht werden
  • Dafür bekommen die Landwirte finanziellen Ausgleich

 

Das ist zum Beispiel bereits umgesetzt worden in den Städten:

  • Abschaltung des Lichts in Gebäuden der Kommunen ab 23 Uhr
  • Bisher viele freiwillige Leistungen wie Aussaat von Blühstreifen,
  • Ansonsten: In Ingolstadt zum Beispiel erarbeiten Unterarbeitsgruppen Entwürfe, die nach den Wahlen dem neuen Stadtrat vorgelegt werden sollen.

 

Trotz des Gesetzes und der Umsetzung gibt es auch Kritik – sowohl von Seiten der Umweltschützer als auch der Landwirte.

Die Landwirte sagen,  dass die neuen Gesetzen und Auflagen mehr Bürokratie und Arbeit verursachen würden. Die Umweltschützer feiern den Artenschutz zwar als Erfolg, aber vielen Verbänden geht der Ausbau der Ökolandwirtschaft nicht schnell genug.