Sowas von gestern

Wörter, die man heute nicht mehr benutzt

Ist Ihnen manchmal auch blümerant zumute? Weil Ihnen ein Malheur widerfahren ist? Und kommt Ihnen dieser Text auch etwas altbacken vor?

Gut. Denn in unserer neuen Serie „Sowas von gestern“ geht es um Begriffe, die ein bisschen Patina angesetzt haben. Ein Sammelsurium an Wörtern, die man heute nicht mehr benutzt, von uns erklärt. Wenn Sie auch so einen Begriff von gestern kennen oder erklärt haben wollen, schreiben Sie uns HIER

 

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Diese Wörter wurden uns bereits geschickt:

Unkenrufe: Bedenken von Pessimisten und Zweiflern

Henkelmann: Blechgefäß für mitgebrachtes Essen

Schindluder: ein altes, krankes Tier, das kein Gnadenbrot bekommt

Lebkuchapreiß: weihnachtliches Schimpfwort für einen Franken 

Nachtwachtl: geistig nicht ganz fitter Mensch

weiland: früher, einst

Muhackl:  Stoffel, unfreundlicher Mensch

Kehricht: Müll, Unrat, Dreck

Vermaledeit: verflixt

Backfisch: Teenager

Blafon: die eingezogene Decke in einem Zimmer

Reibach: großer Gewinn

Bodschamberl: Nachttopf

Tunichtgut: Faulenzer, Nichtsnutz, Rumtreiber

Dullackn: Beule, Delle

die Schotten dicht machen: etwas verriegeln, abschließen

Tussi: attraktive, aber oberflächliche, zickige Frau

Droschke: Kutsche

oreidig: widerwärtig, grauenhaft

Zwiderwurzn: ungenehme, grantige Person (meist auf Frauen bezogen)

Bagage: Trott, Gesindel

Schabernack: Streich

Kokolores: Unfug, Blödsinn

Sammelsurium: Zufällige und bunte Mischung aus Dingen

Kinkerlitzchen: unwichtige, teils lustige Nebensachen

Unbill: üble Behandlung; etwas Übles, was jemand zu ertragen hat

dufte: super, klasse

Hallodri: lockerer, unbeständiger Mensch

Gschaftelhuber: Wichtigtuer, der nichts zu Stande bringt

Mär: unwahre Geschichte

blümerant: flau, unwohl, übel

Dipferlscheißer: Besserwisser, Klugscheißer

Sapperlot/Sappralott: Ausruf der Entrüstung oder Überraschung

Gspusi: Partner, Schatz

Leimsieder: langsamer, umständlicher Mensch (urspr. Handwerksberuf)

larifari: nachlässig, oberflächlich

Gscheidhaferl: Klugscheisser

Geraffel: wertloses Gerümpel

Diridari: Geld

Dusel: unerwartetes/unverdientes Glück

Papperlapapp: Blödsinn

Brimborium: das (unnötige) Drumherum 

Lackel: großer, grober Kerl

Gloiffe: Depp, Gesindel

Kleinod: Kleinigkeit mit individuell kostbarem Wert

Zuchtl: unordentliche, schnabelige Frau (oder auch: Zuchtsau)

Humbug: Blödsinn

Heigeign: große, dürre, unästhetische Frau

Springerlmo: Getränkefahrer

vermaledeit: verflixt, verflucht

Kuddelmuddel: heilloses Durcheinander

Plumeau: Bettdecke

darben: Hunger leiden

Schnauferl: Oldtimer

rudimentär: unvollständig

Muichscheckl, Milidistl: Löwenzahn

Tschamsterer: Liebhaber

Holla, die Waldfee: erstaunter/überraschter Ausruf

Kracherl: alkoholfreies Brausegetränk

Lätschnbene: Miesepeter

Vetter: Cousin

vis-à-vis: gegenüber

evaluieren: fachlich einschätzen

auf Schusters Rappen: zu Fuß

Konvolut: Bündel/Ansammlung (z.B. von Schriftstücken)

liebestrunken: wie im Rausch verliebt

Glupperl: Wäscheklammern

Hutschn: Schaukel

sukzessive: nach und nach, stetig

Diwan/Kanapee: Sofa, Couch

jnd. derblecken: sich über jnd. lustig machen

Rogl: Einkaufstüte

Techtelmechtel: heimliche Liebschaft

Teppichklopfer

Rambazamba: Radau, Krawall, Remmidemmi

Grattler: bayerisches Schimpfwort für "Penner"

kommod: gemütlich, angenehm

Base: Tante

Niederkunft: Geburt

Bader: Friseur

Abort: Klo, Toilette

Trottoir: Gehweg

hanebüchen: skandalös

Tohuwabohu: heilloses Durcheinander

Tornister: Rucksack

LP: Schallplatte

Backpfeife: Ohrfeige, Watschn

unstet: ruhelos, rastlos

approximativ: ungefähr

echauffieren: aufregen

Paraplü: Regenschirm

holterdiepolter: Hals über Kopf, überhastet